Buddhismus

Bodhi Path

Bodhi Path ist eine internationale Organisation von Buddhistischen Zentren der Karma Kagyu Linie, die von Shamar Rinpoche gegründet wurde.

Shamar Rinpoche ist leider am 11. Juni 2014 im Bodhi Path Zentrum in Renchen/Ulm verstorben. Seine unermüdliche Arbeit, den Dharma zu lehren, wird nun von Karmapa Thaye Dorje und Jigme Rinpoche fortgesetzt.

Die Bodhi Path Zentren bieten einen zeitgemäßen Zugang zum Buddhismus und sind offen für alle, die sich für Meditation interessieren. Unter Rinpoches Leitung geben Bodhi Path Lehrer Anweisungen in buddhistischer Meditation und Philosophie und bieten Anleitung für die buddhistische Praxis.

Bodhi Path bietet einen systematischen Leitfaden für eine buddhistische Meditations- und Studienpraxis an 

 

Die Ursprünge des Buddhismus

Vor über 2500 Jahren wandte sich Prinz Siddharta vom Klan der Shakyas, der im damaligen Norden Indiens beheimatet war, dem spirituellen Leben zu. Er verließ das Herrscherhaus, aus dem er stammte und wandte sich zuerst den Studien bei früheren Meistern und der Askese zu. Als er nicht fand was er suchte (einen Weg aus dem Leiden), begab er sich auf einen eigenen Pfad und erlangte mit 35 Jahren Erleuchtung. Hiernach wurde er als Buddha Shakyamuni bekannt und unterrichtete weitere 45 Jahre im Norden Indiens und dem heutigen Nepal. 

Inhalt der buddhistischen Lehre

In aller Kürze geht es dabei um den Ursprung der Unzufriedenheit / des Wandels / des Leidens, seiner Ursache, dessen Beendigung und den Weg, der zur Beendigung der Unzufriedenheit führt. Dies ist auch der Schwerpunkt der Lehren, auf die sich der Theravada-Buddhismus, die älteste Richtung des Buddhismus stützt.

Die späteren Richtungen betonen außerdem die Lehren von Buddha, nach denen jedes Wesen die Buddhanatur in sich trägt (oder auch die Weisheitsnatur eines jeden Wesens). Diese Richtung wird Mahayana-Buddhismus genannt, wozu sich auch der tibetische Buddhismus zählt. Er verbreitete sich von Indien aus vor allem in Richtung Norden (Tibet, und China, Japan). Nach den Lehren des Mahayana Buddhismus geht es darum, die uns innewohnende Buddhanatur zu entdecken und darüber Erleuchtung zu erlangen. Dabei hilft uns die Praxis der Meditation des Studiums und der Kontemplation.

 

Wie wurde die Lehre erhalten?

Buddha selbst gab keine bestimmten Schulen oder Richtungen vor. Nach seinem Tod trafen sich seine fortgeschrittensten Schüler und trugen die Lehren zusammen, um sie zu systematisieren. Die so erhaltenen Lehrreden in die so genannten „drei Körbe“ unterteilt:

1) Regeln über das Zusammenleben in der Gemeinschaft

2) Anweisungen für die Meditation

3) Die Beschreibung der Natur der Phänomene und die Art ihrer Erscheinung

Über eine Reihe von Meistern (z.B. den so genannten Mahasiddhas) aber auch aufgrund der hervorragenden Universitäten der damaligen Zeit (z.B. in Indien/Nalanda) blieb die Lehre erhalten und wurde von Wandermönchen weit in andere Länder verbreitet. Weiterhin bildeten sich Klöster und Stellen für die meditative Zurückziehung, meist in der Abgeschiedenheit. Hier erst entstanden die verschiedenen Strömungen und philosophischen Schulen des Buddhismus, wobei sie sich oft mit verschiedenen Schwerpunkten auf die 84.000 erhaltenen Belehrungen von Buddha Shakyamuni stützen. So ist es möglich, dass ganz verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Befähigungen und Interessen Zugang zu den Lehren finden konnten und können.

 

Der Buddhismus gelangt nach Tibet

Erstmals gelangte der Buddhismus im achten Jahrhundert nach Tibet. Es gibt allerdings neuere Quellen, aus denen hervorgeht, dass er schon einmal im dritten Jahrhundert in Tibet Fuß fasste. Später aber erst wurde er von den damaligen Königen unterstützt und zur Blüte gebracht.

Die Tibeter verwandten große Sorgfalt darauf, möglichst die gesamten Belehrungen aus Indien ins Tibetische zu übertragen und so zu erhalten. Immer wieder reisten Gelehrte zwischen Indien und Tibet hin und her. Später, als der Buddhismus weitgehend aus Indien verschwand, waren wichtige Überlieferungen so gesichert worden. 

Die vier großen Schulen im tibetischen Buddhismus

Aus den Überlieferungen entstanden vier große Schulen des Buddhismus in Tibet. Alle beruhen auf der gleichen Grundlage, setzen jedoch jeweils andere Schwerpunkte (z.B. auf Philosophie oder Meditation).

Die älteste Schule (Nyingma-Schule) stützt sich hauptsächlich auf die ersten Überlieferungen der Lehren, die im achten Jahrhundert nach Tibet kamen.

Im 12. Jahrhundert bildeten sich die Sakya- und die Kagyü-Schule. Die Gründer beider Schulen sind Tibeter, welche die Lehren selbst studiert haben und teilweise auch von Indien nach Tibet brachten.

Im 15. Jahrhundert gründete sich im Zuge einer Reformbewegung die Gelug-Schule, welche später bis zur Annexion Tibets durch China auch die Regenten stellte und dadurch gerade in neuerer Zeit bekannt wurde.

Die Kagyü-Schule, nach deren Überlieferung wir hier praktizieren, hat die Lehren ohne Unterbrechung seit ihrer Gründung weitergegeben.
Man nennt sie auch die Praxislinie weil hier der Schwerpunkt auf der Meditationspraxis liegt.
Das Oberhaupt der Schule nennt sich Karmapa.

 
 
 
 

 

 

 

 

Top