Durch Meditation entwickeln wir zunächst Geistesruhe. Wir gewinnen inneren Freiraum und damit auch jene Effizienz, die für das Erkennen der Natur des Geistes - den Buddha-Zustand - wesentlich ist.

Die in der Karma Kagyü Tradition überlieferten Meditationsübungen umfassen eine breite Palette von Techniken, wie z. B. einfache Konzentrationsübungen auf den Atem; Meditationen, um anderen gegenüber eine liebevolle Haltung zu entwickeln; Vajrayana-Übungen, durch die wir unser von Ichbezogenheit eingeengtes Erleben der Welt ausweiten und damit nicht zuletzt auch unsere persönliche Lebensqualität steigern.

 

 

 

 

Ein Rat für Meditierende:

 

Lasse Deinen Geist in einem Zustand, der gelöst und zwanglos ist.

Betrachte in diesem Zustand die Bewegung der Gedanken, verweile auf ihnen und sei entspannt. So wird Stabilität einkehren.

 

Frei von Haften an Ruhe und ohne Furcht vor Bewegung sei gewahr, dass es keinen Unterschied zwischen Ruhe und Bewegung gibt Geist entsteht aus Geist.

 

Verweile in diesem Zustand, so wie er ist, entspannt, ohne Ergreifen und ohne Anhaften. Hierin – der Wirklichkeit, wie sie ist – wird die Essenz deines eigenen Geistes, Weisheit, als strahlende Offenheit zum Vorschein kommen.

 

Du wirst stumm sein vor Staunen und eine natürliche Ruhe wird sich einstellen.

Doch halte diese Ruhe nicht fest als Etwas, sondern bleibe natürlich, entspannt und frei. Ohne geistige Gebilde zu ergreifen oder abzuweisen, verweile einfach – so.

Gendün Rinpotsche

     
©